efoto hamburg

efoto ist ein Projekt, das von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert wird. Das Vorhaben wird im Auftrag der Kulturbehörde wissenschaftlich geleitet von Prof. Dr. Jan Christoph Meister, Universität Hamburg. Projektmitarbeiter sind Mareike Schumacher MA und Jacek Grzondziel; als studentische Mitarbeiter unterstützen das Projekt Anna Ludolph und Fabian Wiez. Mehr Details zum Projekt finden Sie auf der Projektwebsite.

Worum geht es im efoto-Projekt?

Fotos der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten wie ihrer Alltagsszenen sollen für Bürgerinnen und Bürger wie für Besucher Hamburgs zu einem Anlass werden, die kulturelle Vielfalt der Metropole zu erleben und aktiv mit zu prägen.  Das bedeutet in einem ersten Schritt: das umfangreiche Bildmaterial, das bislang an verschiedenen Stellen – in öffentlichen und privaten Archiven, bei Behörden, Museen, Vereinen usw. – liegt, soll der Gemeinschaft über eine interaktive Webplattform und mobile Apps auf einfache Weise zugänglich gemacht werden.

In Kooperation mit Experten der städtischen Behörden und Museen wird efoto dabei so konzipiert, dass es einerseits den Ansprüchen professioneller Nutzer entspricht und andererseits möglichst vielfältige neue Nutzergruppen dazu anregt, sich die Fotos zu eigen zu machen. Diese ‘Aneignung’ soll dabei nicht nur auf das bloße Angucken beschränkt bleiben – efoto will die Nutzerinnen und Nutzer vielmehr dazu motivieren, erstens dem vorhanden Bildmaterial eigenes, neues Hinzuzufügen und zweitens den Materialfundus durch Beschreibungen, Geschichten, Zusatzinformationen anzureichern – ein neuartiger, partizipativer Umgang mit Bildern und kulturellen Artefakten, der mit dem Stichwort “Social Tagging” bezeichnet wird.

Bild- und Textdaten, Primär- und Metadaten werden dabei in der Datenbank automatisch erfasst, miteinander vernetzt und können so von den Nutzern je nach eigenem Interesse durchsucht, kombiniert und kommentiert werden. efoto orientiert sich an einschlägigen Metadaten-Standards (LIDO, CIDOC, etc.).

Was ist ‘Kultur’?

Dem Projekt liegt das Luhmann’sche Kulturverständnis zu Grunde. Das heisst: wir begreifen ‘Kultur’ als einen Themenvorrat, der zur Kommunikation anregt und zur Interaktion auf einer reflexiven Ebene motiviert. Eines der Hauptziele von efoto ist es daher, von der Ebene der rein visuellen “Stadtansichten” zu einem Austausch darüber, was die Stadt Hamburg kulturell ausmacht, zu gelangen – also nicht nur visuelle, sondern auch gedankliche “Ansichten (von) der Stadt Hamburg” miteinander zu teilen. Da die kulturelle Identität der Stadt in engem Zusammenhang mit dem Selbstverständnis ihrer Bürger steht, wird efoto deshalb die Möglichkeit bieten, persönliche Geschichten zu den – bereits in der Datenbank vorhanden wie zu selbst hochgeladenen – Fotografien hinzuzufügen. Im Zusammenspiel dieser Kurznarrative und der Gegennarrative, die andere Nutzer beisteuern, entstehen so vielschichtige Aussagen zur Stadtgeschichte.

efoto im European Digital Metropoles Network

Das Projekt efoto ist ein Pilotprojekt der eCulture 2020 Agenda der Stadt Hamburg. Darüber hinaus ist es eingebettet in das European Digital Metropoles Network. Damit ist efoto nicht nur eines der ersten Projekte, die die Kultur Hamburgs digital zugänglich machen, sondern nimmt auch eine Vorreiterrolle in diesem Verbund der drei europäischen Metropolen London, Florenz und Hamburg ein.