{"id":1203,"date":"2013-11-20T11:40:04","date_gmt":"2013-11-20T11:40:04","guid":{"rendered":"http:\/\/jcmeister.de\/?p=1203"},"modified":"2023-05-23T20:18:26","modified_gmt":"2023-05-23T20:18:26","slug":"zu-uwe-timms-vogelweide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jcmeister.de\/zu-uwe-timms-vogelweide\/","title":{"rendered":"<!--:de-->Zu Uwe Timms &#8220;Vogelweide&#8221; <!--:-->"},"content":{"rendered":"\n<p>Und auf die Frage, warum sie das alles so selbstverst\u00e4ndlich entgegennahm, aber sich nichts von ihm hatte schenken lassen, sagte sie mit dem weichen polnischen Akzent: Weil du von mir dir kein Kind hast schenken lassen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kompliziert dieser Satz war und das, was er bedeutete.<\/p>\n\n\n\n<p>Uwe Timm, <em>Vogelweide<\/em>. K\u00f6ln 2013, S.279<\/p>\n\n\n\n<p>Treffender als jede wortreiche Herleitung eines Geschmacksurteils und als jede Umschreibung von Inhalt, Komposition und Thematik weist dieser kurze Passus, in dem sich die Stimme des sich erinnernden Protagonisten Eschenbach und die seines Erz\u00e4hlers ber\u00fchren, auf das \u00e4sthetische Anliegen der Erz\u00e4hlkunst von Uwe Timm. In der Sprache seiner Texte begegnen und durchdringen sich die Dinge mit ihrer lautlichen wie gedanklichen Spiegelung. Die Sorgfalt, mit der ein Satz wie dieser von Timm gestaltet wird, verlangt zun\u00e4chst ein genaues Beobachten dessen, was au\u00dferhalb seiner liegt, und dann ein Erkunden der Worte in jenen Dimensionen, die ihnen noch vor der Einpassung in die Syntax ein Eigengewicht verleihen. Dieses Eigengewicht schl\u00e4gt sich in einer eigent\u00fcmlich archaischen Dynamik nieder \u2013 einer Dynamik, die man zwar analytisch als die von Etymologie, Semantik und Prosodie kennzeichnen k\u00f6nnte. Aber das Analytische und seine trennscharfen Konzepte treffen es nicht; dem Ph\u00e4nomen, um das es diesen Texten geht, wird eine weichere Umschreibung \u2013 etwa als Wechselspiel von Laut und Bedeutung \u2013 gerade deshalb besser gerecht, weil sie eben keine unbeteiligte Objektivit\u00e4t suggeriert, sondern unser je eigenes Anger\u00fchrtsein von den Worten mitdenken l\u00e4\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p><!--:--><!--:de-->Dieses Hinh\u00f6ren auf die Worte, dieses sich Einlassen auf ihren Eigensinn und ihre Geschichte und dieses Innehalten, bevor man sie in einen Satz und die S\u00e4tze in einen Text spannt, sind Uwe Timm schon immer ein Anliegen gewesen; das Thema wird in seinen poetologischen Texten wie in seinen Erz\u00e4hlungen und Romanen immer wieder aufgegriffen.&nbsp; Und doch kenne ich keinen sch\u00f6neren, stimmigeren Satz von ihm als dieses \u201eWeil du von mir dir kein Kind hast schenken lassen wollen\u201c, in dem der Flu\u00df der Alliterationen in einem harten Kontrast steht zu der sperrigen, Konzentration erzwingenden Wortstellung. &nbsp;Melodie und Syntax spiegeln hier aufs Exakteste den Widerstreit, der in und zwischen den beiden Figuren Selma und Eschenbach erst in einem Moment der Reflexion auf Vergangenes zu Bewu\u00dftsein kommt. Die Sprache vollzieht hier nochmals nach, was an der Erfahrung zwar vorbeigerauscht &nbsp;war, aber in den Herzen der beiden haften geblieben ist. Selma, \u201edie Silberschmiedin, mit der er seit zwei Jahren zusammen war \u2013 denn zusammenleben konnte man, da sie getrennt wohnten, nicht sagen\u201c und einem Freund Eschenbachs mit ihrer Weichheit \u201eeinem doch recht r\u00fcckst\u00e4ndigen, wenn auch sehr angenehmen Frauenbild\u201c&nbsp; zu entsprechen scheint, ist alles andere als passiv: sie gibt sich nicht hin, sie entscheidet sich zur Hingabe. Aber dieses Geschenk verwirrt den Helden und ver\u00e4ngstigt ihn; er fl\u00fcchtet sich in das Begehren nach Anna. Und so nimmt eine Katastrophe ihren Lauf zu einem guten Ende. Begehren, Liebe, Verlust sind die drei Leuchtfeuer, die ihren Streifen immer wieder \u00fcber den weiten Nordseehimmel streichen lassen, den unser Held als Vogelwart nach seinem gesch\u00e4ftlichen wie emotionalen Bankerott &nbsp;in der aufgehypten Metropole Berlin jetzt von der Veranda seines Wohncontainers auf einer einsamen Elbinsel aus mustert. Es sind drei gro\u00dfe Themen, und der Roman wird ihnen gerecht, auch wenn manches an Verpackung und Drumherum verzichtbar gewesen w\u00e4re. Das beginnt bei der etwas knirschenden Wahlverwandschaften-Mechanik der Figurenkonstellation; es setzt sich fort bei der bem\u00fcht herbeizitierten und ins Figurentableau montierten \u201eNorne\u201c \u2013 einer Meinungsforscherin, in deren Auftrag Eschenbach nach seinem unternehmerischen Scheitern als Chef einer Softwareentwicklungsfirma, die sich auf Prozessoptimierung spezialisiert hat, per Marktanalyse die statistische Logik des Paarungsgl\u00fcckes erkunden soll. Warum um Himmels Willen Uwe Timm diese Attacke auf Elisabeth Noelle-Neumann reitet, habe ich nicht begriffen. Abgesehen von der Peinlichkeit dieser verklemmten Schl\u00fcsselromanassonanz ist auch die Figur als solche nicht stimmig. Intertextuell verweist sie auf die Unber\u00fchrbare aus Timms \u201eHalbschatten\u201c, erstens weil auch auf sie der begehrliche Blick Joseph Goebbels f\u00e4llt, und zweitens weil sie ihr in ihrer emotionalen K\u00fchle gleicht.&nbsp; Aber sie geh\u00f6rt schlicht nicht in die gleiche Welt wie Eschenbach, und man nimmt ihr auch nicht das philosophische Interesse an einer Erkundung der Bedingungen menschlichen Gl\u00fcckes ab. Gedanklich ist es zwar richtig und wichtig, wenn der Roman-Diskurs \u00fcber Begehren und Liebe sich der Frage widmet, inwieweit es nicht gerade die Kontingenz des Partnergl\u00fccks, des Gl\u00fccks-Falles in Liebe und Vertrautheit ist, die wir uns bewahren m\u00fcssen in einer Welt, die mehr und mehr auf den planbaren <em>short term benefit<\/em> von algorithmengesteuerten Recommender-Systemen setzt. Da\u00df das Vertrauen auf die Statistik uns die beseelende Erfahrung des <em>Kairos<\/em>, des gl\u00fccklichen Momentes raubt, weil sie uns die lustvolle Preisgabe an existentielle Risiken austreibt ist ein ebenso wichtiger Gedanke des Buches wie der, da\u00df das Gl\u00fcck kein bei amazon.com oder parship.de orderbares Produkt ist, sondern ein von uns selbst zu gestaltender Proze\u00df. Es sind kluge und lebensweise Reflexionen, zu denen Timm seinem Helden da verhilft: \u201eDas Gl\u00fcck des Augenblicks, sage ich, das Zugreifen, der Kairos, verstehst du, das ist Teil der Paargeschichte, der Fehler wie des Gegl\u00fcckten, das ist die Energie, die in kalten Zeiten w\u00e4rmt\u2026\u201c (273). Aber er handelt sich damit zugleich das \u00e4sthetische Dilemma ein, sich passagenweise hart an der Grenze zum Ideenroman zu bewegen. Einer Figur wie dem Ich-Erz\u00e4hler und Begr\u00e4bnisredner in Timms gro\u00dfem Roman \u201eRot\u201c hat man so einen Intellektualismus ohne weiteres abgenommen; in anderen Texten wie dem leichtf\u00fc\u00dfigeren \u201eFreitisch\u201c hat Timm solchen Ernst doppelt zu brechen gewu\u00dft, und zwar mit Komik, mehr noch aber Dank einer gedoppelten Erz\u00e4hlperspektive, die einen autodiegetischen Ich-Erz\u00e4hler zusammen mit einer Erz\u00e4hlfigur auftreten l\u00e4\u00dft, die ihrerseits erkennbar der \u201aVorwurf\u2018 f\u00fcr die Figur Eschenbach war. Auf der Szene der &#8220;Vogelweide&#8221; h\u00e4lt man jedoch vergebens nach so einem \u00e4sthetischen Gegengewicht Ausschau; man ist mit dem Helden Eschenbach allein und gefangen in Reflexionen, die mal die seinen sind und mal solche, denen er die Stimme leiht. Daf\u00fcr gibt es immerhin den einen oder anderen kleinen Scherz am Rande: in \u201eFreitisch\u201c f\u00e4hrt der zum M\u00fclldeponieentwickler avancierte Alt-Achtundsechziger aus Berlin ein graues Saab-Cabrio; der <span style=\"color: #ff0000;\"><em>farbenblinde Designer des Buchcovers hatte f\u00fcr uns daraus aber ein rotes gemacht <\/em><\/span>(<span style=\"color: #ff0000;\">NB: siehe das Postscriptum unten!<\/span>)&nbsp; Das Lifestyle-Gef\u00e4hrt aus Schweden ist zwischenzeitlich offenbar direkt in Eschenbachs Berliner Garage gerollt \u2013 bis die Gerichtsvollzieherin kommt. &nbsp;Solche augenzwinkernden Querverweise sind ebenso typisch f\u00fcr Timm wie es seine Gabe ist, stimmige Nebengeschichten und Nebenfiguren einzuflechten: ein Hafis und Goethe lesender persischer Nachbar im Berliner Plattenbau-Mileu; ein Obelixzauberer, der uns die Leichtigkeit des Seins aus der Nase zieht; eine Bankertochter im Kost\u00fcm, die zusammen mit ihrem gegeelten und prachtgebissigen Partner mal eben aus dem \u201eRot\u201c-Universum zu uns \u00fcberwechselt. Aber das sind letztlich alles nur narrative Schmankerl f\u00fcr die Timm-Gemeinde. Wer sich (noch) nicht dazurechnet, wird andere Fragen stellen und Beobachtungen machen. So wirft <a title=\"Sandra Kegel: Was kostet ein Kilo Begehren? In: Faz.net vom 16.08.2013 \" href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/belletristik\/uwe-timm-vogelweide-was-kostet-ein-kilo-begehren-12535162.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sandra Kegel in ihrer Rezension<\/a> dem Buch vor, es versinke im Anspielungssumpf:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gern h\u00e4tte man von diesem Autor etwas \u00dcberraschendes oder gar Neues \u00fcber das Begehren erfahren. Stattdessen wirft er einen \u00fcberreflektierten Blick auf unsere Wirklichkeit, der zu stereotypen Bildern f\u00fchrt. Der indianische Liebhaber, der \u00dcberlebenstraining in der Schorfheide anbietet, bleibt so behauptet wie der Stararchitekt, der Wohnsiedlungen in China baut, oder Annas wundersame Karriere als Erfolgsgaleristin in Amerika. Gern h\u00e4tte man auf Keats und Goethe, Luther und Luhmann verzichtet, wenn man daf\u00fcr mehr Uwe Timm im Original bekommen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenngleich ich f\u00fcr meinen Teil durchaus mehr und neues \u00fcber das Begehren erfahren habe \u2013 die &nbsp;Einw\u00e4nde zur gewollten Assemblage des Personals sind ebenso Ernst zu nehmen wie die zur Zitatenmontage; es w\u00e4re gewi\u00df auch ohne den Nachweis der Belesenheit gegangen. Umsomehr jedoch gereicht f\u00fcr mich Timms \u201eVogelweide\u201c zum Verdienst, da\u00df in dieser Welt die tiefgr\u00fcndigsten Verweise nur &nbsp;angedeutet und vom Text behutsam knapp unterhalb der Wahrnehmungsschwelle gehalten werden. Da\u00df der Held Eschenbach nichts mit dem Dichter des Parzival zu tun hat, wird uns zwar explizit gesagt; wieviel Gustav von Aschenbach jedoch in dieser Nordseevariante Veneziens wiederauflebt, dar\u00fcber darf der Leser selber nachdenken \u2013 und auch dar\u00fcber, ob es \u00fcberhaupt sinnvoll ist, so einer Spur aus der fiktionalen Welt in die der Texte zu folgen. Denn die wichtigeren und wirkungsm\u00e4chtigeren Spuren sind bereits in der Sprache gelegt, vor allen Dingen in der eigent\u00fcmlichen, das mittelhochdeutsche \u201eguot\u201c anklingen lassenden Redeweise Selmas:<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffte, du wirst mir wieder gut sein. Und jetzt? Sp\u00e4ter war es dieses Bild, das ihm immer wieder, wie auch jetzt, vor Augen kam und ihm f\u00fcr einen Moment den Atem nahm: Ihr stilles Weinen, in dem kein Vorwurf, nur Trauer war, und diese altert\u00fcmliche Wendung: Du wirst mir wieder gut sein. Und wenig sp\u00e4ter war sie Ewald gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist die Hoffnung, die dieses kluge Buch &#8211; trotz seiner kompositorischen, fig\u00fcrlichen und motivischen Ausrei\u00dfer und seiner \u201a\u00dcberreflektiertheit\u2018 (Kegel), die mancher ihm vorhalten mag \u2013 zu vermitteln wei\u00df und gerade im Unausgesprochenen bekr\u00e4ftigt: da\u00df wir einander gut sein m\u00f6gen und vielleicht selbst angesichts des Begehrens gar treu, soweit unsere Kr\u00e4fte eben reichen. Es ist eine Hoffnung, der zu Beginn der deutschen Literaturgeschichte einer Ausdruck verliehen hat, der diesem Roman zwar seinen Namen leiht, aber allenfalls noch in Gestalt des Falken aus dem sp\u00e4teren <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_von_K%C3%BCrenberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lied des K\u00fcrenbergers<\/a> um 1300 k\u00f6rperlich wie thematisch in ihm pr\u00e4sent sein mag. Dieser Namensgeber dichtete vor 800 Jahren:<\/p>\n\n\n\n<p>Wol mich der stunde, daz ich si erkande, diu mir den l\u00eep und den muot h\u00e2t betwungen, S\u00eet deich die sinne s\u00f4 gar an si wande, der si mich h\u00e2t mit ir g\u00fcete verdrungen. Daz ich gescheiden von ir niht enkan, daz h\u00e2t ir sch\u0153ne und ir g\u00fcete gemachet, und ir r\u00f4ter munt, der s\u00f4 liepl\u00eechen lachet.<\/p>\n\n\n\n<p>(Gelobt die Stunde, da ich sie erkannte, Die Leib und Seele m\u00e4chtig mir bezwungen, Wo ich gebannt zu ihr die Sinne wandte, Die sie durch ihre Tugend mir entrungen! Da\u00df ich ihr folgen mu\u00df, nicht anders kann, Das wirkte ihre Sch\u00f6nheit, ihre G\u00fcte Und ihres Lachemundes rote Bl\u00fcte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.deutsche-liebeslyrik.de\/minnesang\/minnesang_walther4.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nachgedichtet von Richard Zoozmann<\/a> (1863-1934). In: Walther von der Vogelweide aus dem Mittelhochdeutschen \u00fcbertragen eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Richard Zoozmann. Herausgeber: Jeannot Emil Freiherr von Grotthuss Druck und Verlag von Greiner und Pfeiffer Stuttgart 1907 (S. 18))<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>JCM, 20.11.2013<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/jcmeister.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Freitisch.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"210\" src=\"https:\/\/jcmeister.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Freitisch-300x210.png\" alt=\"Freitisch\" class=\"wp-image-1373\" srcset=\"https:\/\/jcmeister.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Freitisch-300x210.png 300w, https:\/\/jcmeister.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Freitisch.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Postscriptum (28.10.2014):<\/strong> Von wegen &#8220;farbenblinder Designer des Buchcovers&#8221; &#8211; &#8216;markenblinder Betrachter&#8217; m\u00fcsste es hei\u00dfen! Und ich leiste deshalb hier Abbitte bei Rudolf Linn, dem Designer des Umschlags, denn: der Saab ist auf der Cover-R\u00fcckseite sehr wohl im dezenten Grau und in R\u00fcckansicht abgebildet; rot prangt auf der Vorderseite vielmehr ein K\u00e4fer-Cabriolet, das dorthin direkt aus dem Inneren von &#8220;Freitisch&#8221; gerollt sein mu\u00df, denn dort macht sich der Held der Erz\u00e4hlung in einem solchen, geliehenen Wagen auf den Weg zu Arno Schmid: &#8220;Die Bekannte hatte ihn gewarnt, der Wagen, ein Cabrio, sei alt und das VW bedeute: Fehlerhafter Wagen. Beim Losfahren habe er noch \u00fcberlegt, ob sich in dieser Redensart der Bildungsnotstand zeige, der damals schon beklagt wurde (&#8230;)&#8221;, S.40. <\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und auf die Frage, warum sie das alles so selbstverst\u00e4ndlich entgegennahm, aber sich nichts von ihm hatte schenken lassen, sagte sie mit dem weichen polnischen Akzent: Weil du von mir dir kein Kind hast schenken lassen wollen. Wie kompliziert dieser Satz war und das, was er bedeutete. Uwe Timm, Vogelweide. 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